Alte Gemeindehaus - Ev. Kirche Nachrodt-Obstfeld


Evangelische Kirche
Nachrodt-Obstfeld

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Alte Gemeindehaus

Geschichte

Gemeindehaus
Bei dem regen kirchlichen Leben, das sich nach der Gründung innerhalb unserer Kirchengemeinde entfaltete, wurde bald der Wunsch laut, ein eigenes Gemeindehaus zu besitzen. Es sollte den inzwischen gebildeten christlichen Vereinen Raum für ihr Zusammenkünfte geben und darüber hinaus den Gemeindegliedern eine Möglichkeit bieten, sich bei kirchlichen Feiern außerhalb der Kirche dort zu versammeln.

Das erste Gemeindehaus in Nachrodt-Obstfeld
Gemeindehaus von 1911
So kam es im Dezember 1909 zur Gründung des eingetragenen Vereins „Evangelisches Vereinshaus“, der von einem größeren Kreis Gemeindeglieder getragen wurde. Zur Förderung dieser gemeinnützigen Bestrebungen und zur weiteren Unterstützung wurde dem Verein gemäß Beschluss beider Gemeindevertretungen am 30. Januar 1911 eine einmalige Beihilfe in Höhe von Mk. 4000,-- bewilligt. An die Genehmigung waren die Bedingungen geknüpft, dass im Vorstand des Vereins ein Mitglied des Presbyteriums vertreten sein sollte, das Haus nur kirchlichen Zwecken dienen dürfe und der Kirchengemeinde ein Raum für den kirchlichen Unterricht bereitgestellt würde.
Die Einweihung erfolgte am 22. November 1911 durch den Generalsuperintendenten Zöllner, Münster.
Aus Gründen der Sicherung dieses für das kirchliche Leben der Gemeinde wichtigen Hauses löste sich der Verein am 26. November 1940 auf. Das Haus mit den zugehörigen Grundstücken ging in den Besitz der Kirchengemeinde über. Das Gebäude führt fortan den Namen „Evangelisches Gemeindehaus“. Infolge der Zuweisung einer großen Zahl von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten war in der Bevölkerung ein starker Wohnraummangel aufgetreten. Im Zusammenhang damit entstand eine große Notlage wegen der Aufbahrung verstorbener Gemeindeglieder. Trotz ihrer eigenen bedrängten Lage baute die Gemeinde, zum größten Teil in freiwilliger Arbeit ihrer Mitglieder, in Erweiterung des Gemeindehauses einen Totenaufbahrungsraum mit einer Notkapelle.
Durch diese bauliche Erweiterung war die Möglichkeit gegeben, die Trauerfeiern im Gemeindehaus zu halten. Auch hatten die Angehörigen die Möglichkeit, sich im Gemeindehaus zur Nachfeier, dem sogenannten „Kaffeetrinken“, zu treffen.
Der bauliche Zustand des Gemeindehauses (damals das älteste Gemeindehaus im Kirchenkreis Iserlohn) bereitete dem Presbyterium von Jahr zu Jahr mehr Sorgen. Der Bausachverständige des Landeskirchenbauamtes kam zu dem Urteil, dass die Ausführung der notwendigen Reparaturen in keinem vernünftigen Verhältnis zu den Notwendigkeiten stünden. So reifte der Plan, durch Um- und Anbaumaßnahmen zu einer dauerhafteren Lösung zu kommen. Doch bevor das Presbyterium an die Ausführung eines solchen Planes denken konnte, musste ein anderes Problem gelöst werden.
Der stark zunehmende Straßenverkehr wurde für die Vornahme der Trauerzüge vom Gemeindhaus zum Friedhof immer beschwerlicher, Hier musste eine bessere Lösung gefunden werden, zumal der Totenaubewahrungsraum nicht mehr den Erfordernissen entsprach. Verbunden mit der Trauerfeier im Gemeindehaus sollte das Ganze nur eine vorübergehende Lösung sein.
So kam es dann 1981 zu dem Bau der Friedhofskapelle auf dem evangelischen Friedhof an der Wiblingwerder Straße. Nach Indienstnahme der Friedhofskapelle konnte das Presbyterium an eine Neugestaltung des Gemeindehauses denken. Gemeinsam mit Vertretern des Kirchenkreises Iserlohn wurde nach einer Lösung gesucht. Der Plan des Architekten Ossenberg-Engels, Altena-Dahle, zum Umbau und zur Erweiterung des Gemeindehauses fand die Zustimmung aller Beteiligten. Mit der Umsetzung des Planes wurde 1985 begonnen.
Während der Bauarbeiten kam der Gemeinde zu Hilfe, dass das ehemalige Kindergartengebäude, Hagener Str. 96, noch im Besitz der Gemeinde war. So konnten die Räume für die Gemeindearbeit benutzt werden. Für eine kontinuierliche Fortsetzung der Gemeindearbeit hat sich dies sehr vorteilhaft ausgewirkt, vor allem auch deshalb, weil die Gemeinde willig manche Unbequemlichkeit und Schwierigkeit in Kauf genommen hat. Natürlich hatten Presbyterium und Gruppen sich Sorgen um einen möglichst ungestörten Fortgang der Arbeit während der Bauzeit gemacht. Aber mit dem Umzug in das ehemalige Kindergartengebäude ergab sich doch eine Basis für eine vernünftige Fortsetzung der Arbeit.
Das ausgebrannte Gemeindehaus
Gemeindehausruine nach der Brandnacht 5./6. Mai 1985
Ein verheerender Brand während der Bauphase, in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 1985, erforderte eine völlige Neuplanung für das Gemeindehaus. Unter reger Anteilnahme der Nachrodter Bevölkerung konnte das neu gestaltete Gemeindehaus am 20. September 1986, im Beisein des Superintendenten Dr. Weichenhan, Iserlohn, wieder eröffnet werden.
Gemeindehaus 2011
Anfang 2011 befand sich im EG der ca. 138 m² große und teilbare Gemeindesaal (Fußboden mit Echtholzparkett), Sanitäreinrichtungen, die große Eingangshalle (ca. 52 m²), Küche und Garderobe.
Gemeindesaal
Zwei weitere Seminarräume mit einer Gesamtgröße von ca. 102 m² befinden sich im Obergeschoss.
Seminarraum
Unter dem Dach des Gemeindehauses befindet sich mit einem separaten Eingang eine abgeschlossene 4-Zimmer-Wohnung mit KDB, Gäste-WC, 2 Abstellräumen und Trockenraum, ca. 112 m². Zur Zeit ist in diesen Räumlichkeiten eine U2 – Betreuung untergebracht.
Im Keller sind weitere Toiletteneinrichtungen, eine Werkstatt und zwei weitere Räume untergebracht.
Das Gemeindehaus steht auf einem 1426 m² großen Grundstück..
Ende 2012 wurde das Gemeindehaus an der Schillerstraße aufgrunder der Größe und aus Kostengründen an einen Privatperson verkauft. Die Planungen für einen Anbau einen Gemeindesaales am Pfarrhaus wurden aufgenommen.
+49 (0)2352 335019
+49 (0)2352 335045 (fax)
Evangelische Kirchengemeinde
Nachrodt-Obstfeld
Kirchstraße 1
58769 Nachrodt-Wiblingwerde
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